Anzeige
Alice Fun 728x90
Sebastian S.
1 Kommentar 109 mal gelesen

Super Bowl: Die Saints sind im Football-Himmel

vor ca. einem Monat
Super Bowl: Die Saints sind im Football-Himmel

Die Aschenputtel-Story ist perfekt. Die New Orleans Saints haben den 44. Super Bowl mit 31:17 (0:10, 6:0, 10:7, 15:0) für sich entschieden und das bei ihrer ersten Finalteilnahme überhaupt. Den zu Beginn überlegenen Indianapolis Colts wurden letztlich ein unerwarteter Onside-Kick der Saints und die Interception eines Passes von Star-Quaterback Peyton Manning zum Verhängnis.

Das Team aus Indianapolis füllte in den ersten 15 Minuten die Rolle des Titelfavoriten souverän aus. Quaterback Peyton Manning konnte, geschützt durch seine sehr aufmerksamen Vorderleute, in aller Ruhe seine Pässe ins Ziel bringen. Für die ersten Punkte der Colts sorgte dann Matt Stover mit einem 38-Yard-Field-Goal. Die Offensive der Saints um Drew Brees hingegen hatte zunächst einen schweren Stand. Kaum ein Versuch gelang dem Team aus dem Süden und durch einen bitteren Drop von Marques Colston verloren die Saints die Chance zu punkten. Ganz anders bei den Colts: Nach dem man Yard um Yard in Richtung der Endzone kam, fand ein Pass von Manning nach 19-Yards Pierre Garcon zum Touchdown. Mit 10:0 ging es in den nächsten Abschnitt.

Im zweiten Viertel schien das Team aus New Orleans langsam ins Spiel zu finden. Garrett Hartley sorgte aus 49 Yards per Field-Goal für die ersten Punkte. Diesmal war es dann Garcon auf Seiten der Colts, der einen Pass von Manning nicht festhalten konnte und sie so zum punten zwang. Anderthalb Minuten vor der Halbzeit hatten Drew Brees sein Team bis auf ein Yard an die gegnerische Endzone herangebracht. Nachdem bereits die ersten drei Versuche gescheitert waren, stellte sich im Vierten die Frage: Field-Goal oder Touchdown-Versuch? Pierre Thomas versuchte es dann noch einmal durchzubrechen und scheiterte. Keine Punkte für die Saints. Diese erhielten kurz vor dem Ende dann noch einmal die Chance, den Anschluss zu halten und nutzten sie diesmal. Hartley erzielte aus 44-Yard-das Field-Goal zum Pausenstand von 10:6.

Die zweite Hälfte begann mit einer Hammer-Überraschung. Saints-Coach Sean Payton ließ sein Team einen Onside-Kick ausführen. Die Saints hätten damit zwar die Chance im Ballbesitz zu bleiben, geht es jedoch schief, stehen die Colts bereits weit in der Hälfte von New Orleans. Doch das Risiko zahlte sich aus. Die Saints behielten den Ball und somit die Chance zu punkten. Drew Brees brachte jetzt einen ersten Versuch nach dem anderen ins Ziel. Einer seiner Versuche erreicht Pierre Thomas, der durch eine sehenswerte Drehung die Gegner aussteigen ließ und bis zur Enzone sprintete: Touchdown und erstmals die Führung für New Orleans. Doch die Colts zeigten sich alles andere als geschockt. Peyton Mannings Pässe fanden ihre Abnehmer und schell war man vier Yards vor der Endzone. Diese konnte Joseph Addai mit einem kurzen Run fasst schon spielerisch überwinden. Es stand wieder 17:13 für die Colts. Das Match blieb eng, von der von einigen erwarteten Klatsche für die Saints war keine Spur. Hartley sorgte mit seinem dritten Field-Goal, diesmal aus 47 Yards Entfernung, für den 17:16-Stand, mit dem es in den entscheidenden letzten Abschnitt ging.

Jetzt funktionierte auch die Defense der Saints. Bei 51 Yards zwangen sie die Colts zum Field-Goal-Versuch, doch Matt Stovers Kick ging knapp links am der Torstange vorbei. Somit hatte New Orleans die Chance erneut in Führung zu gehen. Drew Brees spielte nun überragend. Jeder Pass gelangte ins Ziel und schon standen die Saints wieder kurz vor der Endzone. Jeremy Shockey vollendete zum Touchdown und Sean Payton entschied, zu versuchen durch eine Two-Point-Conversion den Abstand auf sieben Zähler auszubauen. Lance Moore bekommt den Ball in der Endzone zu fassen, doch hatte er in auch wirklich sicher in den Händen? Die Refrees entschieden nach Studium der Zeitlupen: Ja, er hatte! 24:17 für die Saints. Doch nun waren wieder die Colts am Zug. Peyton Mannig warf sein Team wieder Versuch um Versuch nach vorn – doch dann fing Tracy Porter einen seiner Pässe ab: Interception. Der Cornerback der Saints sprintete die 74 Yards in die Endzone der Colts und sorgte damit für den entscheidenden Touchdown. Den Colts gelang es nun nicht nochmal sich aufzurappeln, das Spiel war gelaufen.

Der Underdog hatte es damit gepackt: Erstmals in der Geschichte des Teams holen sich die New Orleans Saints den Super Bowl und sorgten damit nicht nur in ihrer Heimat für Jubel. Nach der schweren Hurricane-Katastrophe vor vier Jahren ist dieser Sieg fast schon symbolisch für den Wiederaufbau und Neuaufbruch von New Orleans. Dazu passt auch, dass der in den vergangenen Jahren schon mal abgeschriebene Drew Brees im Finale zum MVP gewählt wurde. Von seinen Pässen brachte er 32 an den Mann und stellte damit den Endspiel-Rekord von Patriots-Quaterback Tom Brady ein.

Stichworte:

sieg,saints,super bowl,endspiel,new orleans saints,indianapolis colts,payton manning,colts,drew brees,sean payton,miami,pierre garcon,matt stover,garrett hartley,pierre thomas,joseph addai,jeremy shockey,lance moore

Kommentare

Du musst eingeloggt sein, um selbst kommentieren zu können.
Am 08.02.2010 um 13:49 schrieb Gerald Kittel
Geiles Spiel gestern/heute!!!!!!!!
Anzeige